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ESSEN.
MITTENDRIN.

Essen schmeckt

Eine kulinarische Tour durch Rüttenscheid

Fremden Alltag interessant machen – das ist die Philosophie des Unternehmens "eat-the-world", das von Elke Freimuth in Berlin gegründet wurde, um Besuchern und Einheimischen den Weg zu leckerem Essen und kulturellen Einblicken fernab ausgetretener Touristenpfade aufzuzeigen. Ziel ist es zudem, kleine Betriebe mit guter Qualität aus der Gastronomie und Kulinarik zu unterstützen. Mittlerweile bietet "eat-the-world" auch kulinarisch-kulturelle Stadtführungen in vielen anderen deutschen Städten an, so auch in Essen. Es gibt eine Tour durch das Nordviertel und eine durch Rüttenscheid. Letztere habe ich kürzlich getestet und kann sie unbedingt empfehlen.

Unser Tourguide stattet uns zu Beginn mit einer Serviette aus und ermahnt uns, keineswegs auf den Radweg zu geraten, da Rüttenscheider Radler keine Gnade kennen. Es kann losgehen. Auf dem Spaziergang durch das Szeneviertel gibt Melanie Berg Kulturelle "Geheimtipps" und erzählt von der Entwicklung des Stadtteils: Dazu reicht sie Bilder herum, auf denen man die Gebäude, vor denen wir stehen, in ihrem Zustand vor dem oder direkt nach dem zweiten Weltkrieg sieht und erzählt interessante Anekdoten, die auch so manchen Essener ins Staunen versetzen.

Nun aber zum kulinarischen Teil. Es sei gleich gesagt – ich darf nicht alle der sieben Stationen vorstellen, in denen die Gruppe Köstlichkeiten probieren durfte, damit die Spannung für Nachahmer nicht verloren geht. Verraten kann ich allerdings, dass nicht nur Restaurants darunter sind, sondern auch Delikatessen-Geschäfte, Cafés und eine Imbissbude. Jede Station bietet übrigens auch eine vegetarische Alternative an. Zu meinen persönlichen Highlights zählten das Feinkostgeschäft "Culinaria Italia", das "LindenQuartier" und "Jonny’s Esskultur".

Beim Betreten des "Culinaria Italia" schlägt jedes Feinschmeckerherz höher. Eine Vitrine mit hausgemachen Antipasti von eingelegtem Gemüse bis zum Piccata a la Milanese lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und macht einem die Auswahl wirklich schwer. Gut, dass unsere italienischen Kostproben bereits ausgesucht auf uns warten. An Stehtischen gegenüber der Theke nehmen wir - wie viele Rüttenscheider Gäste in der Mittagspause - die aromatischen Köstlichkeiten zu uns und auch gleich noch welche mit für Zuhause.

Das LindenQuartier vereint Lifestyle und Genuss. Es handelt sich nämlich um ein Dekorationsgeschäft mit ausgewählten Accessoires, in dem es auch einen kleinen Cafébereich gibt. Nach oder vor dem Shoppen der trendigen Dekoartikel kann man es sich mit hausgemachten Quiches, Suppen oder Pastramisandwiches gutgehen lassen. Sofort steigt einem hier ein köstlicher Geruch in die Nase und auf uns wartet auch schon ein köstliches Bruschetta aus Tomaten, Kräutern und einem würzigen Schafskäse.

Eine echte Entdeckungsreise für die Geschmacksnerven erwartet uns im "Jonny’s Esskultur". Der ehemalige Weltreisende Jonny Mathes hat sich 2014 in Essen niedergelassen und ein Restaurant eröffnet, in dem all die leckeren Rezepte zubereitet werden, die er aus aller Welt mitgebracht hat. Vor einigen Tagen, so erzählt uns Melanie Berg, ist Jonny eines Morgens aufgewacht und hatte Appetit auf Kochbananen. Deswegen kommen wir nun in den Genuss eines Kochbananenhotdogs, der genau so exotisch schmeckt wie er klingt. Diese köstliche Kreation kann man nicht beschreiben, die muss man unbedingt selbst probiert haben. In "Jonnys Esskultur" gibt es übrigens auch ganzjährig Langos und die berühmten Perukartoffeln, die auf dem Internationalen Weihnachtsmarkt Essen alljährlich für lange Schlangen sorgen.

Kurz und gut: Viele Teilnehmer unserer Genussgruppe sind bereits vorher eat-the-world- Wiederholungstäter gewesen und sind sich einig, dass die Essen-Tour die bislang beste war. Unbedingt probieren!

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