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ESSEN.
ERLEBEN.

ESSEN.INDUSTRIEKULTUR.

VOM SCHACHT ZUR HOCHBURG mit Günter Stoppa

ZUR PERSON GÜNTER STOPPA
Beruf: Rentner, ehemaliger Bauleiter auf Zollverein
Meine Verbindung zu Essen: in Essen geboren und geblieben
Hobbys: Familie, Enkelkinder und Zollverein

01 Die Zeche Zollverein ist UNESCO-Welterbe und gilt als schönste Zeche der Welt. Was bedeutet Zollverein für Sie?

Zunächst mal war es mein Arbeitsplatz. Schacht XII war größer, monumentaler als alle Bergwerke, die ich vorher kennengelernt hatte. 1987 bin ich dann in Rente geschickt worden, denn wenn man über Tage arbeitete, ging man als "Üfüfü", als Über-Fünfundfünfzigjähriger, in den Ruhestand. Ein Jahr später haben wir langsam angefangen, Führungen auf Zollverein zu organisieren. Seitdem bin ich hier Gästeführer.

02 Welche Bedeutung hat Zollverein für Essen und die Metropole Ruhr?

In den 80er-Jahren hat man festgestellt, dass Zollverein etwas Besonderes war. Aber diesen kolossalen Wandel, der hier stattgefunden hat, mit all den Künstlern und den vielen Besuchern, den konnte niemand voraussehen. Wer hätte gedacht, dass die Folkwang Universität der Künste mal auf Zollverein einzieht? Oder das Red Dot Design Museum? Zollverein ist eine Hochburg der Kultur. Menschen aus der ganzen Welt kommen her und schauen fasziniert auf das Fördergerüst.

03 Wo sehen Sie Zollverein in zehn Jahren?

Es ist überhaupt nicht abzusehen, was sich hier noch entwickeln kann. Aber man ist in Essen auf einem sehr guten Weg. Vor allem die Kokerei Zollverein hat noch großes Potenzial. Firmen können sich hier ansiedeln oder weitere Künstler – vieles ist möglich.

04 Was zeigen Sie Besuchern, die nach Essen kommen?

Natürlich würde ich zuerst immer die Zeche und die Kokerei Zollverein zeigen, aber auch die anderen Schachtanlagen, die zu Zollverein gehören. Dann wäre da natürlich die Villa Hügel, der ehemalige Sitz der Familie Krupp, und die Gartenstadt Margarethenhöhe. Sehen muss man auch das Aalto-Theater. Das hat zwar mit Industriekultur nichts zu tun, ist aber einfach wunderbar, sowohl was die Architektur angeht als auch das Programm.